Laura Horelli, Christine & Irene Hohenbüchler

...1815 – 2001.....

May 5 – June 16, 2001

Laura Horelli, Christine & Irene Hohenbüchler: ...1815 – 2001...... May 5 – June 16, 2001
Laura Horelli, Christine & Irene Hohenbüchler: ...1815 – 2001...... May 5 – June 16, 2001
Laura Horelli, Christine & Irene Hohenbüchler: ...1815 – 2001...... May 5 – June 16, 2001
Laura Horelli, Christine & Irene Hohenbüchler: ...1815 – 2001...... May 5 – June 16, 2001
Laura Horelli, Christine & Irene Hohenbüchler: ...1815 – 2001...... May 5 – June 16, 2001
Laura Horelli, Christine & Irene Hohenbüchler: ...1815 – 2001...... May 5 – June 16, 2001
Laura Horelli, Christine & Irene Hohenbüchler: ...1815 – 2001...... May 5 – June 16, 2001
Laura Horelli, Christine & Irene Hohenbüchler: ...1815 – 2001...... May 5 – June 16, 2001

Nach einer neunjährigen Tätigkeit in der Potsdamer Straße eröffnet die Galerie Barbara Weiss ihre neuen Räume in der Zimmerstraße 88-91. Der Zuschnitt der jetzigen räumlichen Gegebenheiten, die sich innerhalb des Gebäudekomplexes der Zimmerstraße in der 1. Etage befinden, ermöglicht
neben Einzelausstellungen auch eine Gegenüberstellung von verschiedenen künstlerischen Positionen. Das bisherige Ausstellungsprogramm der Galerie wird weitergeführt und inhaltlich ergänzt.

Die erste Ausstellung zeigt Christine und Irene Hohenbüchler und Laura Horelli. Beide Positionen vertreten im weitesten Sinne semisoziologische Arbeitsweisen, die sich jedoch auch speziell mit der Problematik von weiblicher Repräsentanz und weiblichem Selbstverständnis in öffentlichen, medialen und psychischen Räumen auseinandersetzt.

Laura Horelli arbeitet in der Tradition der soziogeografischen Recherche. Sie untersucht alltägliche Erfahrungen im öffentlichen Raum, die sowohl den urbanen Raum als auch Bereiche wie Werbung und Internet betreffen. Sie präsentiert diese Untersuchungen in unterschiedlicher medialer Form als Fotos, Videos, Landkartenaufzeichnungen, Interviews oder als Collage. In der aktuellen Ausstellung wird sie an ihre Arbeit Social Distances (1999) anknüpfen - die Arbeit basiert auf der anthropologischen Beobachtung von Distanzen zwischen den Personen, deren Toleranz sich nach dem Grad der sozialen Nähe richten.

Während Laura Horelli eine fast wissenschaftliche Distanz zu ihren Untersuchungen einnimmt, sind Christine und Irene Hohenbüchler besonders mit ihren partizipativen Projekten, wie etwa der multiplen Autorenschaft auf der documenta X, der Zusammenarbeit mit der Kunstwerkstatt Lienz, bekannt geworden. In den Räumen der Galerie werden sie nun unter dem Titel 1815 - 2001 eine Arbeit zeigen, die eine Art Resümee, einen reflexiven Rückzug, für sich in Anspruch nimmt.
Das Jahr 1815 symbolisiert dabei den Beginn des Biedermeiers und verweist auch auf die politische und persönliche Situation in Österreich. Die Arbeit setzt sich aus verschiedenen Einrichtungs- und Raumelementen zusammen, die einerseits auf spezifische soziale Erfahrungsräume Bezug nehmen - wie ein Flokati-Teppich, eine Wartezimmertäfelung - andererseits eine skulpturale Eigenständigkeit einnehmen.